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Unser Ponyhof
Aichelauerstr. 14
72539 Pfronstetten-Aichstetten

 

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Das Leben ist (k)ein Ponyhof
 
Das Leben ist (k)ein Ponyhof für Jonas.


Der achtjährige Jonas war schwer krank. Heute geht es ihm wieder gut. Aus Dankbarkeit und weil sie anderen Kindern helfen möchte, engagiert sich seine Familie für unsere Stiftung.
 

„Achtung, Karamell im Anmarsch“, ruft Jonas. Das Pony stupst seine Schwester Leonie sanft von hinten an. Die Geschwister stehen auf der Weide auf dem Ponyhof ihrer Tante Christine Hagemann in Pfronstetten. Sie verbringen viel Zeit dort, sind absolute Tiernarren. Außer den Ponys gibt es auch noch Enten, verschiedenste Arten von Hühnern und einen großen Hasenstall auf dem Hof. „Ich bin stolz auf meine Enkel“, sagt  Jonas Opa, Gerhard Hagemann. „Die sitzen beide auf dem Pferd wie draufgeklebt.“
 

Für Jonas hat sein Pony eine ganz besondere Bedeutung: Auf dem Pferderücken hat der Achtjährige beim Voltigieren wieder gelernt, das Gleichgewicht zu halten. Denn es ging dem Jungen nicht immer so gut wie heute. Als Kleinkind konnte Jonas plötzlich nicht mehr gehen, hatte starke Kopfschmerzen und ihm war übel. Die Ärzte stellten einen Hirntumor fest. Eine zehnstündige Operation in der Kinderklinik folgte.
Dennoch konnte nicht der gesamte Tumor entfernt werden.  „Es war eine harte Zeit für uns“, sagt Jonas Mutter, Melanie Conrad. Zur selben Zeit, als Jonas krank wurde, kam seine kleine Schwester Leonie zur Welt.Mit ihr geht der Junge heute durch dick und dünn. Nach Leonies Geburt hatten die Geschwister und ihre Eltern kaum Zeit füreinander.  „Während einer von uns bei Jonas im Krankenhaus war, war der andere bei Leonie zu Hause“, erinnern sich die Eltern Melanie und Georg

 

Erst ein Jahr nach Jonas erster großer Operation haben es die Chirurgen in einem zweiten Eingriff geschafft, auch den Rest des Tumors zu entfernen. Zu Hause musste Jonas dann erst einmal wieder
lernen zu gehen. „Ich hatte so ein Tretquad, mit dem ich meine Muskeln trainiert habe“, erzählt der Achtjährige, während er in der Sonne sitzt und einen Hasen streichelt. „Das ist Nemo“, stellt er das Tier vor. Dass das ein eher ungewöhnlicher Name für einen Hasen ist, weiß er. „Er heißt Nemo, wegen den Fischen im Aquarium in der Kinderklinik“, erklärt Jonas. Dort sei er oft gewesen. Die Fische hätten ihm gefallen. Deshalb habe er dann auch einen Nemo zu Hause haben wollen.
 

Auch wenn Jonas heute gesund ist: Seine Krankheit ist noch immer allgegenwärtig. Sie hat das Leben der ganzen Familie verändert. „Wenn Jonas Kopfschmerzen hat, machen wir uns natürlich sofort Sorgen“,
sagt Melanie Conrad. „Auch wenn die bisher immer unbegründet waren.“ Einmal im Jahr muss Jonas zur Kontrolluntersuchung in die Kinderklinik, um sicherzugehen, dass seine Krankheit nicht zurückkommt.
Auch wenn die Aufnahme im Kernspintomographen nicht wehtut, ist sie jedes Mal mit Stress und Angst
für den Jungen verbunden. „Beim letzten Mal habe ich es aber schon ohne Sedierung machen können“, erzählt er stolz. Dafür gab es eine Tapferkeitsurkunde.
 

Jonas Eltern, seine Großeltern und seine Patentante, zu denen er ein sehr enges Verhältnis hat, glauben daran, dass Jonas die Angst bald komplett ablegen kann, dass er selbstsicherer wird, sich nicht mehr irritieren lässt, wenn Klassenkameraden ihn nach der Narbe am Kopf fragen. „Er war einfach noch sehr klein, als das alles passiert ist und kann sich deshalb nur an bestimmte Dinge erinnern, was dann eben oft zu Unsicherheit führt“, sagt Jonas Mutter. Dennoch ist die Familie vor allem froh und dankbar darüber, dass Jonas gesund ist, dass er den Kampf gegen die Krankheit gewonnen hat und in der Kinderklinik gut aufgehoben war. Dabei mit den Spätfolgen klarzukommen helfen ihm die ganze Familie und die Tiere auf dem Ponyhof seiner Patentante Christine Hagemann.

 

Dort hat die Familie nun in einer liebevoll restaurierten Scheune auch einen Verkaufsstand aufgebaut.
Auf zwei alten Bauernschränken sind handgefertigte Bastel- und Dekoartikel ausgestellt, die die Familie
für den guten Zweck verkauft. Für andere kranke Kinder. Ein Teil des Erlöses geht an die
Kinder-Reha-Klinik, in der die Familie sich auf das Leben außerhalb des Krankenhauses vorbereitet hat
und an Hilfe für kranke Kinder. 
Weitere Infos: www.unser-ponyhof.de.

Text und Bilder veröffentlicht von Hilfe für kranke Kinder - die Stiftung in der Uni-Kinderklinik Tübingen.